Haus Am Meer

Das in die Jahre gekommene Haus am Meer in Heikendorf soll als Neubau der besonderen Lage an der Kieler Förde gerecht werden, und dabei gleichermassen als Orientierungspunkt und als zum Wasser gewandtes Gesicht der Ortschaft wieder aufgebaut werden. Mit direktem Anschluss an die entlang des Grundstücks verlaufende Promenade, entsteht das Haus am Meer als Ausflugsziel, Zwischenstop für Radfahrer und Spaziergänger auf ihrer Tour entlang der Förde, und als neues, von der Öffentlichkeit nutzbares Zentrum von Heikendorf..
Der Baukörper ist in unterschiedliche den jeweiligen Nutzungen angepasste Baukörper unterteilt:
Sockelgeschoss
In einem zur Promenade orientierten Sockelgeschoss entsteht ein hochwertiger Restaurantbereich, der den Gästen durch seine großflächige Verglasung einen größtmöglichen Ausblick zum Wasser bietet. Die vorgelagerte Außengastromie erhält einen direkten Anschluss an die Promenade. Rückseitig entstehen überdachte PKW- und Fahrradstellplätze.
Apartmenthäuser
Auf das Sockelgeschoss aufgesetzt entsteht eine Bebauung aus 6 kleinen Apartmenthäusern in Holzbauweise. Durch die je Haus leicht variierende Ausführung und Positionierung wird die eigene “Adresse” der einzelnen Einheiten betont. Die Häuser erhalten jeweils eigene Eingänge von der gemeinsamen Ebene der begrünten Dachterrasse des Sockelgeschosses, die über großzügige außenliegende Treppenanlagen sowie einen auf der Rückseite positionierten Aufzug erschlossen wird.


New York Studios

Im Rahmen einer Studie wurde das Potential des ehemaligen Chelsea Art Museums als Standort von Musik Studios untersucht. Trotz der offenen und grossräumigen Geschossgrundrisse zeigt sich das Gebäude introvertiert und zurückhaltend gegenüber den Passanten. Wie kann sich das Gebäude der Öffentlichkeit zuwenden, wie kann es Austausch und Interaktion fördern. Wie bringt man ein Museum zum tanzen?
Das Gebäudes wird in spezifische Zonen von unterschiedlichem Charakter aufgeteilt:
The Junction
im Erdgeschoss wird das Gebäude durch eine Glasfront zum umgebenden Stadtraum geöffnet. Die Bar wird als informeller Treffpunkt verstanden, der auch im Rahmen von Lesungen, Konzerten und Ausstellungen die Aktivitäten der Künstler vermittelt.
The Mansion
In den beiden Obergeschossen wird die technische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Mit den Tonstudios, Besprechungsräumen und der Verwaltung werden hier im Kern des Gebäudes die professionellen Vorraussetzungen für erfolgreiche Entwicklung und Vertrieb geschaffen.
The  Platform
Die Dachterrasse verbindet die Qualität des spektakulären Ausblicks mit der Freiheit des offenen Raumes. Sie bietet Raum für Innovation, Experiment und Interaktion. Der Künstler steht hier im Zentrum und hat in einem individuell auf seine Bedürfnisse angepassten Studio die Möglichkeit des Rückzugs und des Austauschs mit den anderen Künstlern.
Die Studios lassen sich analog zur Zusammenarbeit der Musiker in unterschiedlichen Arrangements positionieren, und bilden so die räumliche Grundlage für Kollaborationen, dienen als Bühne für kleine Konzerte und jam sessions oder als Kulisse für open-air Veranstaltungen.
Das sich durch die wechselnde Anordnung der Studios ständig neu definierende Künstlerdorf wird so zum architektonischen Ausdruck und Werbeträger der Aktivitäten des Gebäudes.


Einfamilienhaus Lünen

Das Einfamilienhaus in Lünen kombiniert die Vorteile der Massivbauweise mit denen eines Holzbaus, schafft so Räume mit nach Nutzung und Ausrichtung spezialisiertem Charakter, und vereint die archetypische und “gewohnte“ Typologie eines Wohnhauses mit offenen und grosszügigen Räumlichkeiten.

Das Erdgeschoss ist als offener Wohnbereich ausgebildet. Eine zentral positionierte einläufige Treppe gliedert die Wohnebene in einen Koch-/Ess- und Wohnbereich, und lässt vielfältige Blick- und Wegebeziehungen zu. Vor- und Rücksprünge der Aussenwand erzeugen geschützte Nischen und verbinden den Innen- und Aussenbereich durch geschosshohe Öffnungen.

Das Obergeschoss ist der Rückzugsbereich mit den Kinderzimmern, dem Elternzimmer sowie den zugeordneten Bädern. Der Begriff Schlafzimmer wird hier ausdrücklich vermieden, da es sich vielmehr um die Individualräume handelt, die auch tagsüber als Aufenthaltsräume und Rückzugsbereiche dienen.
Das Obergeschoss ist in Holzbauweise mit einer hinterlüfteten Lärchenholzfassade errichtet und markiert im Zusammenspiel mit der offenen Bauweise des Erdgeschosses, die geschossweise Verteilung auf Bereiche mit gemeinschaftlichem Charakter und den privaten Individualräumen.
Das Einfamilienhaus in Lünen ist maßgeschneidert auf seine Bewohner. Es nimmt Bezüge der Umgebung auf, zitiert die archetypische Formensprache auf seine besondere Art, und nutzt sie zur Herausbildung des eigenen Charakters, ohne sich hierbei von der weiteren Bebauung des Neubaugebietes absetzen zu wollen.


Sanierung und Erweiterung eines Mehrfamilienhauses

Das etwa 100 Jahre alte Mehrfamilienhauses in Stuttgart wird durch Sanierungs- und Erweiterungsmassnahmen in einen Zustand gebracht werden, der sowohl den heutigen funktionalen und energetischen Anforderungen gerecht wird, als auch flexibel an zukünftige Anforderungen angepasst werden kann.

Das Gebäude weist aktuell mit 56 m² eine nach heutigen Massstäben sehr geringe Geschossfläche auf. Die räumliche Zuordnung, sowie Anordnung und Ausstattung von Küchen und Bädern werden auf den Stand der Zeit gebracht. Durch die Erweiterung der Geschossflächen in Form eines Anbaus an der Nordseite des Gebäudes, lässt sich eine Erhöhung der Nutzflächen im Zuge der anstehenden Sanierungsmassnahmen mit relativ geringem Aufwand realisieren.

Im Rahmen der Umbaumassnahmen wird das 2.Obergeschoss mit dem Dachgeschoss zu einer Einheit zusammengefasst und als Maisonettewohnung ausgebaut. Im Bereich der Dachschrägen wird zusätzlicher Raum durch die Anordnung von Dachgauben geschaffen, die sich mit sanft ansteigenden Übergängen durch Faltung aus der Geometrie der Dachschrägen entwickeln.

Das charakterprägende Element des Gebäudes bleibt die Giebelgeometrie mit ihren steil ansteigenden Dachschrägen. Neben der energetischen Sanierung der Fassade werden einzelne Fensteröffnungen je nach Bereich und Ausrichtung gezielt vergrössert, um dem gestiegenen Bedürfnis nach hellen und offenen Räumen, sowie durch gezielte Ausblicke, der besonderen Lage der Immobilie gerecht zu werden.


Neubau eines Tauchcenters

Der Neubau des Tauchcenters in Freiburg beinhaltet ein zentrales Tauchbecken, Seminarräume, die Verwaltung des Tauchcenters, sowie Verkaufsflächen, die als ein vom Boden abgehobenes Volumen realisiert werden. Unter dem Gebäude entsteht so ein überdachter Funktionsbereich mit Stellplätzen und Ladezone.
Der tragende Kern kontrastiert das horizontale abgehobene Volumen und beinhaltet als zentrale Nutzung das Tauchbecken. Über das gesamte Volumen geben Öffnungen Ein- und Ausblicke frei, und stellen das Tauchbecken auch ausserhalb des Schulungsbetriebs als prägendes Element in den Mittelpunkt.
Der überwiegende Teil der vertikalen Gebäudehülle wird aus hoch wärmedämmenden Hohlkammerplatten gebildet. Die Materialität der Hohlkammerplatten wird identitätsstiftend, und nimmt Bezüge zu dem Standort in einem Industriegebiet auf. Für die natürliche Belüftung dienen von der Fassadenebene abgesetzte Glaselemente mit Fensteröffnungen. Durch ihre je nach korrespondierender Nutzung variierende Ausrichtung, gewähren sie mit ihrer kiemenartigen Geometrie gezielte Ausblicke, und sorgen für ein belebtes, je nach Blickwinkel variierendes Gesamtbild.
Bei Nacht zeigt sich das Gebäude als leuchtender und schwebender Kubus, der die Aktivitäten im Inneren durch die transluzente Fassade als bewegtes Schattenbild nach Außen vermittelt.