Wohnhaus in Massivholzbauweise
Hamburg Othmarschen

Das ca. 950m² große Grundstück liegt in einem Wohngebiet in Hamburg Othmarschen in fußläufiger Distanz zur Elbe. Prägend für dieses sowie für die benachbarten Grundstücke sind dicht gewachsene an den Grundstücksgrenzen verlaufende Buchenhecken.

Der Kubatur des voll unterkellerten Neubaus entwickelt sich mit einem zurückspringenden Obergeschoss zum Richtung Osten liegenden Garten. Der Mittelpunkt des Gebäudes ist das offen gehaltene Erdgeschoss, in dem Aufenthaltsräume in unterschiedlichen Höhenlagen frei um einen mittigen Kern angeordnet sind. Über das zentrale breite Treppenelement öffnet sich das Erdgeschoss zu den im Dachgeschoss liegenden Schlaf- und Kinderzimmern, und verbindet die beiden Ebenen optisch und nutzungsbezogen durch vielfältige Blickbeziehungen, sowie durch integrierte Sitzflächen und Podeste.
Das Untergeschoss beinhaltet neben Abstell-, Vorrats- und Heizungsräumen einen Wein- und Waschkeller, sowie nach Süden ausgerichtete und durch raumhohe Glaselemente großzügig belichtete Gästeräume. Durch eine auf Abstand zu den Richtung Süden liegenden Kellerräumen betonierte Stützwand können diese Räume über eine außen liegende Treppe auch unabhängig erschlossen werden.

Das Wohnhaus wurde mit weitestgehend nachhaltigen und ökologischen Baustoffen und mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet. Durch den Einsatz einer Wärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage auf dem Hauptdach kann auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen verzichtet werden.

Der in Stahlbetonbauweise hergestellte Keller dient als Sockel für das darauf in Massivholzbauweise errichtete Wohnhaus. Konzeptioneller Ausgangspunkt war die Sichtbarkeit des Holzes in all seinen Erscheinungsformen. Die Wänden und Decken bleiben unverkleidet, die verschiedenen Aufbauten der Holzbauteile mit ihren Schichtungen und Fügungen sind das gestalterische Hauptmerkmal. Das Prinzip des “Unverkleideten” setzt sich in weiten Teilen auch bei den Böden fort, wo Zement- und Calciumsulfatestriche nur geschliffen und versiegelt werden.
Nach Außen zeigt sich das Wohnhaus in Holzbauweise durch die Holzfassaden, die durch vertikale Abdeckleisten im Wechsel mit den raumhohen Pfosten der verglasten Flächen in einem umlaufenden Rhythmus gegliedert sind. Durch den Wechsel zwischen geschlossenen und offenen Ausfachungen vermitteln die Fassaden einen Eindruck von den dahinter liegenden Raumzusammenhängen.