Müllerhaus Metzerstrasse Berlin

Als der Müllermeister Hermann sein Wohnhaus 1844 errichtete standen auf dem Prenzlauer Berg nur einzelne Mühlen. Heute steht es als Hinterhaus, der größtenteils gründerzeitlichen Bebauung mit Blick auf die später errichtete Bötzow Brauerei und den Fernsehturm. Der denkmalgeschützte Bau, der zuletzt für behördliche Nutzung umgebaut wurde und seit einigen Jahren leer steht, soll saniert und wieder als Wohnhaus für eine Familie mit zwei Kindern nutzbar gemacht werden.
Durch die zahlreichen Nutzungswechsel und Umbauten sowie durch Leerstand hat die Bausubstanz stark gelitten.
Bei der Sanierung des Müllerhauses sollen vorhandene historische Elemente erhalten und verlorengegangene Bestandteile zeitgemäß aufgegriffen werden, um den historischen Charakter und Charme des Hauses wieder herzustellen.
Im Inneren des Gebäudes wurden im Zuge der Umbauten alle historischen Elemente entfernt (z.B. Türen, Fenster, Stuck etc.) oder zerstört (z.B. Dielen, Deckenbalken etc.). Für eine denkmalgerechte Sanierung ist deshalb die erhaltene Fassadengliederung besonders wichtig. Das Dach wird in der ursprünglichen Form erneuert. Der Außenputz wird durch eine freie Interpretation der Pläne von 1844 erneuert.
Mit diesen Sanierungsmaßnahmen werden die Besonderheiten und die Geschichte des ehemaligen Müllerhauses wieder sichtbar gemachtDurch das Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart wird ein lebendiger Ort entstehen, der sowohl den zeitgemäßen Nutzungsanforderungen als auch den Anforderungen der Denkmalpflege gerecht wird.

asdfg - Architekten - MMB - Müllerhaus - Metzerstrasse - Prenzlauer Berg - Berlin

asdfg AIT Interview
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BUNKER BELEBEN
Im Rahmen Ihrer Arbeit für die TU Dortmund
und im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
hat Alexandra Schmitz ihr Forschungsprojekt
“Bunker beleben” abgeschlossen.
Das daraus entstandene Buch wurde im Jovis Verlag publiziert
und kann im Handel erworben werden, z.B. unter:

>> http://www.thalia.de/shop/home/rubrikartikel/ID43745454.html?ProvID=11000522 <<

Van Melle Park – Gipsabguss-Sammlung

Der von Melle Platz als zentraler Platz des Campus der Universität ist als solcher derzeit kaum wahrnehmbar. Gleichzeitig sucht das archäologische Institut Räumlichenkeiten für die seit langem nur provisorisch untergebrachten Gipsabgüsse. Die Idee der Konzeptstudie ist es, den leichten Höhenversprung in der Platzfläche aufzugreifen und zu einer starken Geste weiterzuentwickeln, die zum einen den Platz räumlich klar gliedert und gleichzeitig einen Raum für die Gipsabgüsse schafft. Durch Anheben des Geländes an dieser Stelle könnten mit einer Maßnahme gleichzeitig verschiedene Qualitäten erreichen werden.
1) Richtung Audimax entsteht ein richtiger Park, der als Treffpunkt, für die Mittagspause in der Sonne, sowie als ideale Plattform für größere Open-Air Veranstaltungen genutzt werden kann. Sitzsteine laden ein, sich dort auszuruhen, zu lernen und sich zu treffen. In einem weiteren Bereich könnten Hochbeete die Fläche gliedern und beleben.
2) Richtung Westen entsteht ein urbaner Platz, der als städtischer Raum eine klare räumliche Begrenzung nach allen Seiten bildet, und durch eine Nutzung als Marktplatz auch die Nachbarschaft des Grindel-Viertels einbindet.
3) Unter dem Park entsteht ein Raum für die Gipsabguss-Sammlung, in dem mit den antiken Skulpturen gearbeitet werden kann. Der robuste Raum ist gleichzeitig auch Werkstattraum und soll neben der Unterbringung der Gipsabgüsse auch für andere Veranstaltungen genutzt werden können. Ein zusätzlicher Seminarraum mit kleiner Küche, sowie die barrierefreien Toillettenanlagen stehen für den gesamten Campus, auch unabhängig von der Gipsabgusssammlung offen.
Mit dieser Maßnahme können die Aufenthaltsqualitäten auf dem von Melle Park erheblich verbessert und bereichert werden und der Platz als wieder als Mittelpunkt der Universität wahrgenommen werden.

asdfg - Architekten - VMP - Van Melle Park Universität Hamburg
asdfg - Architekten - VMP - Van Melle Park Universität Hamburg
asdfg - Architekten - VMP - Van Melle Park Universität Hamburg
Ist das Konzept oder kann das weg?

Ist das Konzept oder kann das weg?
Hamburger Architektur Sommer 2015 | Symposium zur Analyse kreativer Prozesse | Fachbereich Design der Hochschule Fresenius
Studiengang Raumkonzept und Design (B.A.) | AMD Akademie Mode & Design Hamburg
Donnerstag 02.Juli 2015 | Campus Alte Rabenstrasse 01 Audimax
15.35 – 16.20: Ist das Konzept oder kann das weg?
Dipl.-Ing. ULRICH GRENZ, Dipl.-Ing. PHILIPP LOEPER und Dipl.-Ing. ALEXANDRA SCHMITZ | asdfg Architekten, Hamburg

Bibliothek der Hochschule für bildende Künste Hamburg
in Kooperation mit Jesko Fezer und Glen Oliver Löw

Die Bibliothek der Hochschule für bildende Künste, zuhause im 1912 errichteten Fritz-Schumacher Bau, nach diversen kleineren Ergänzungs- und Umbaumaßnahmen mehr Bücherlager als Aufenthaltsraum, sollte inhaltlich und räumlich weiterentwickelt werden.
Im Lesesaal wurde durch horizontale und vertikale Erweiterung der eingelassenen Regale an den Aussenwänden zusätzlicher Raum für die Bücher gewonnen, so dass die ganze Fläche des Raumes genutzt werden kann. Die großen bauzeitlichen Tische wurden als Arbeitsplätze erhalten und in Zusammenarbeit mit Prof. Jesko Fezer und Prof. Glen Oliver Löw, die an der HFBK Experimentelles Design und Produktdesign lehren, modifiziert und durch weitere Möbel ergänzt, die sich in Format und Materialität an ihnen orientieren. Ein Tisch wurde zum Empfang, ein weiterer zum Display des Material-Verlags. Glastische präsentieren übersichtlich den Zeitschriftenbestand, großzügige Sofas und niedrige Tische lassen unterschiedliche Sitz- und Liegepositionen zu. Durch den Rückbau der Abhangdecke und der Freilegung der dahinter liegenden Tragkonstruktion wird der Raum grosszügiger, der dunkle Anstrich der Decke und die niedrig hängenden Leuchten konzentrieren den Fokus auf die Höhe der Arbeitsebene.
Das bestehende Magazin sollte auch für Besucher geöffnet werden. Ein raumgreifendes, denkmalgeschütztes Stahlregal teilte das Magazin in zwei Ebenen und ließ es sehr dunkel erscheinen. Durch den Ersatz des Holzbodens der Galerie durch tragendes, bedrucktes Weißglas, konnte die Atmosphäre entscheidend verändert werden. In das Regalsystem wurden Tische und Sitzflächen integriert, die zusätzlich mehr Belichtung möglich machen. Sehr schlanke, linienförmige Leuchten betonen die filigrane Linearität des bestehenden Regals und weisen durch ihre futuristische Anmutung darüber hinaus. Entlang der Zwischenwand von Magazin und Lesesaal werden schmale Vitrinen angebracht, in denen erhaltene Mappen ehemaliger Schüler der HFBK angemessen präsentiert werden können.
Beide Räume stehen aufgrund Ihrer Materialität und Farbigkeit in einem starken Kontrast und erweitern die Idee des zusätzlichen Angebotes an unterschiedlichen Arbeitsplätzen durch die Schaffung unterschiedlicher Atmosphären.

asdfg - Architekten - BHH - Bibliothek HFBK Hamburg, Hochschule für bildende Künste
asdfg - Architekten - BHH - Bibliothek HFBK Hamburg, Hochschule für bildende Künste

Schulbau Potsdamer Strasse
(Wettbewerb, 1.Preis, fertiggestellt)

Durch den Neubau des Eingangsbebäudes der Grundschule Potsdamer Strasse werden die vorhandenen Gebäude, Wege und Plätze in ein neues Verhältnis zueinander gesetzt. Zentrale Fragen sind hierbei: wo fängt die Schule an, wo hört sie auf? Wie bewege ich mich auf die Schule zu, wie nehme ich Sie als Passant war, wie als Nutzer, als Lehrer, als Schüler oder als Elternteil? Durch die Positionierung des Nebaus in Verlängerung der bestehenden Bebauung an der Nord-West Seite erhält die Schule einen Vorplatz. Einen Bereich, der zwischen den öffentlichen Flächen der Strasse und Bürgersteige und dem Schulgelände vermittelt. Der so neu entstehende Vorplatz bindet die Schule stärker in ihr Umfeld ein, und definiert gleichzeitig subtil den Übergang zwischen Strassen- und Schulgelände.
Die bestehenden Schulgebäude stammen aus unterschiedlichen Zeiten und werden durch überdachte Gänge und ein Farb- und Materialkonzept mit warmen Farben und Backstein zusammen gehalten. Das Eingangsgebäude ergänzt als neuer Baustein die vorhandenen Gebäude, und ordnet sich als zweigeschossiges Gebäude in seine Umgebung ein. Das kompakte Volumen und die klare Organisation machen es sehr effizient. Durch die Verschiebung der beiden “gestapelten” Quader zueinander entsteht ein klares, selbstbewusste Eingangsgebäude. Der Eingangsbereich wird akzentuiert und zugleich geschützt, die Platzkante wird ausformuliert.
Im Erdgeschoss werden alle öffentlichen Bereiche direkt über den Eingangsbereich erschlossen. Der nicht einsehbare, interne Flur schafft einen ruhigen, zurückgezogenen Bereich für die Verwaltung. Das Sekretariat fungiert als Schnittstelle zwischen den Bereichen. Im Obergeschoss sind die Lehrerarbeits- und Konferenzplätze mit einem rückseitige Mitarbeiter-Balkon sowie das “Leseland” als Bibliothek und Aufenthaltsraum für die Schüler angeordnet. Die Bereiche können flexibel genutzt werden, und stehen so in Zeiten, in denen kein Unterricht stattfindet, als zusätzliche Aufenthaltsräume zur Verfügung.

asdfg - Architekten - SPS - Eingangsgebäude Grundschule Potsdamer Strasse Hamburg - Wettbewerb 1.Preis

Ein Haus für zwei Familien in Osnabrück

Das geplante Doppelhaus ist ein modernes Haus, das die zwei Familien in allen Lebenslagen unterstützen, fördern und anregen soll. Es ist im Passivhausstandard konzipiert, und geht durch den Einsatz von regenerativen Energien verantwortungsvoll mit den natürlichen Ressourcen um. Es versteht sich als eigenständiger Baustein mit positiver Ausstrahlung im nachbarschaftlichen Gefüge des neuen Wohnquartiers.
Durch seine Zweigeschossigkeit fügt sich das Gebäude harmonisch in die für diesen Bereich vorgesehene städtebauliche Bebauungsstruktur ein. Zur Straße bildet es durch die Kubatur des Obergeschosses einen gradlinigen Abschluss, während im Erdgeschoss durch Rücksprünge aus den Hauseingängen räumlich geschützte Vorbereiche werden, die Bewohner und Besucher mit einer einladenden Geste empfangen.
Den Charakter des Gebäudes prägen die Fensteröffnungen mit ihren abgeschrägten Laibungen, die den Ausblick durch die Fenster grosszügig rahmen, die Belichtung der dahinterliegenden Räume verbessern, und trotz der massiven Aussenwände einen nach Aussen offenen und einladenden Eindruck vermitteln. Die Geometrie der Öffnungen ist jeweils auf die dahinter liegende Nutzung zugeschnitten, was durch ein bewegtes Spiel der unterschiedlichen Formate die Fassade im Rhythmus der dahinter liegenden Nutzungen gliedert und belebt.
Das Erdgeschoss ist mit einem offenen, sich zum Garten hin öffnenden Grundriss konzipiert. Durch den Versatz der Baukörper untereinander entsteht für jede Familie eine räumlich geschützte Süd-West Ecke mit in Richtung des eigenen Gartens orientierter Terrasse.